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Stadt Aulendorf
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Aulendorfer Eckhexen

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Autor: Frau Krause
Artikel vom 08.10.2019

Gemeinderat beschließt Vereinsförderrichtlinien

Jede Stadt lebt von ihrem bürgerschaftlichen Engagement. In Aulendorf ist dieses bürgerschaftliche Engagement außerordentlich hoch und vielfältig. Es hat sich teilweise aus einem finanziellen Notstand der Stadt heraus entwickelt und über diese krisenhafte Situation hinweg getragen.

Um dieses hohe Engagement zahlreicher Vereine zu würdigen und wertzuschätzen, hat der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung beschlossen, ab 2020 die Vereine auf unterschiedliche Art und Weise zu unterstützen.

Grundsätzlich gefördert werden künftig Vereine, die ihren Wirkungskreis in Aulendorf haben, die allen Einwohnern von Aulendorf offenstehen und die im Vereinsregister eingetragen sind.

Anträge sind jeweils bis 31.03. eines Jahres zu stellen, der Verwaltungsausschuss entscheidet im Sommer/Herbst über die Anträge. Eine Förderung ist neben der Förderung der Bürgerstiftung möglich. Das Antragsformular wird miteinander abgestimmt, um die Arbeit bei der Antragsstellung für die Vereine möglichst einfach zu gestalten. Dies war der Verwaltung und dem Gemeinderat wichtig, um die ehrenamtlich Tätigen nicht zu belasten.

Es erfolgte in den Vorberatungen eine Abwägung zwischen verschiedenen Förderarten: Beispielsweise wurde geprüft, ob eine Grundförderung je Mitglied denkbar wäre, um möglichst gerecht alle Vereine fördern zu können. Entsprechend wurden die Mitgliederzahlen größerer Vereine abgefragt, um zu prüfen, welche Auswirkungen dies hätte. Bei einem Betrag von beispielsweise 20 Euro je Mitglied wäre dies bereits ein jährlicher Förderbetrag von rund 71.000 Euro, obwohl noch nicht alle Vereine abgefragt wurden und dies nur Teile des Förderbetrages widerspiegelt. Dieser Betrag wäre sehr hoch, zudem hält die Verwaltung die Relation für schwierig. Für kleinere Vereine könnte diese Förderart helfen, bei größeren Vereinen fällt diese Art der Förderung vermutlich weniger ins Gewicht. Daher gab es einen Konsens, keine Grundförderung zu leisten, sondern punktuell bei der Anschaffung von Vermögen zu unterstützen.

Grundsätzlich wird künftig ein Fördertopf festgelegt. Dieser beträgt insgesamt 20.000 Euro, aufgeteilt auf bewegliches Vermögen/Investitionen und Uniformen/Musikinstrumente. Die Förderung erfolgt dabei in festgelegten Prozentsätzen.

Zudem werden gewisse Räumlichkeiten künftig kostenfrei zur Verfügung gestellt sowie bei Einzelveranstaltungen in der Stadthalle und in den Sporthallen keine Nebenkosten und auch keine Küchennutzung mehr in Rechnung gestellt.

Zudem werden Vereine, die sich am Schlossfest beteiligen, mit einer höheren Förderung bedacht, um diese Arbeit zusätzlich zu würdigen.

Für Vereinsjubiläen wird künftig als Jubiläumsgabe ein Betrag von 10 Euro je Bestehen des Vereins bezahlt. Dies umfasst auch Abteilungen. Es gibt einen festgelegten Turnus für die Jubiläumsgabe.

Für die Musikkapellen gibt es eine Grundförderung. Die Stadtkapelle und die Ortschaftskapellen erhalten je 2.000 Euro jährlich, der Fanfarenzug 1.500 Euro und die Schalmeien 500 Euro. Dafür sollen die Vereine in Absprache mit der Verwaltung an zwei städtischen Veranstaltungen jährlich kostenfrei spielen.

Die Weihnachtsbeleuchtung wird künftig wieder auf Kosten der Stadt angebracht.

Bei Brauchtumsumzügen und Jubiläumsveranstaltungen kann künftig auf Antrag eine Unterstützung für die Kosten der Sicherheit erfolgen.

Die Umsetzung erfolgt überwiegend erstmalig für das Jahr 2020. Nach zwei Jahren soll das Antragsverfahren überprüft werden.

Die geplanten Gesamtkosten sind damit planmäßig jährlich für die gesamte Vereinsförderung:

  • Fördertopf 15.000 Euro für bewegliches Vermögen/Investitionen
  • Fördertopf 5.000 Euro für Uniformen und Musikinstrumente
  • Grundförderung Musikvereine: rund 7.500 Euro
  • Brauchtumsumzüge/Jubiläumsveranstaltungen: rund 5.000 Euro
  • Weihnachtsbeleuchtung: 1.500 Euro
  • Verzicht Nebenkosten Hallen: rund 1.300 Euro
  • Verzicht Miete Schulräumlichkeiten: 1.600 Euro

Damit gesamt: 36.900 Euro

Insgesamt wurde bei der Aufstellung der Richtlinie versucht, möglichst vielen Interessen der Vereine entgegen zu kommen. Dem gegenüber steht nach wie vor die Finanzsituation der Stadt, sowohl wenn man in die Vergangenheit, aber auch in die Zukunft blickt, mit den vielen Aufgaben, die in den nächsten Jahren anstehen und die auch finanziert werden müssen. Mit der Richtlinie wird versucht, eine maßvolle Art der Förderung zu schaffen, die der Finanzsituation der Stadt entspricht. Natürlich ist allen bewusst, dass „mehr immer geht“. Mit der Richtlinie und den festgesetzten Beträgen soll ein erster Schritt gegangen werden. Es wird in zwei Jahren zu überprüfen sein, ob die Förderung ziel- und passgenau erfolgt oder ob nachgearbeitet werden muss. 

 

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