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Stadt Aulendorf
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Aulendorfer Eckhexen

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Autor: Frau Krause
Artikel vom 13.02.2018

Verabschiedung nach 33 Jahren

Stadtrat Hartmut Holder aus dem Gremium verabschiedet

In der letzten Gemeinderatssitzung am 29.01.2018 wurde Stadtrat Hartmut Holder in seinem 34sten Jahr als Stadtrat verabschiedet. Seinem Antrag als Gemeinderat auszuscheiden stimmte das Gremium zu. Hartmut Holder bleibt in seiner Funktion als Ortsvorsteher von Blönried beratendes Mitglied im Gemeinderat.

Bürgermeister Burth überreichte zum Abschied die goldene Verdienstmedaille der Stadt mit Urkunde für mehr als drei Amtsperioden mit einem Geschenk. In seinen Abschiedsworten stellte BM Burth den kommunalpolitischen Werdegang und sein Wirken dar. Bei der Kommunalwahl 1984 erstmals ins Gremium gewählt, wurde er sechsmal wiedergewählt, und war bei den zurückliegenden Wahlen stets Stimmenkönig. Parallel dazu wurde Herr Holder in den Ortschaftsrat Blönried gewählt, wo er mit einer Unterbrechung von 5 Jahren ehrenamtlich auch als stv. Ortsvorsteher und seit Dezember 2005 als Ortsvorsteher tätig ist und bleibt.

In der Zeit als Stadtrat übte Holder viele verschieden Funktionen aus. Einige wichtige Funktionen zählte BM Burth auf. So war Herr Holder 1984 im Aufsichtsrat der HK Kurzentrum GmbH bis 1994. Ebenfalls von 1984 im damaligen Bauausschuss ab 1989 technischer Ausschuss bis heute (jetzige Bezeichnung Ausschuss für Umwelt und Technik-AUT). 1989 bis 1994 im Ausschuss für Angelegenheiten der Ortschaften, 1994 – 1999 im Nachbarschaftsausschuss Aulendorf, Bad Waldsee sowie im Aufsichtsrat Klinik am Kurpark und der Energieversorgung GmbH. Daneben Seit 1989 Stellvertreter im Ausschuss für Umwelt, Kultur und Fremdenverkehr. Später dann im Gutachterausschuss und im Aufsichtsrat der VGA, beim Zweckverband der VHS.

BM Burth bedauerte, dass Holder das Gremium verlässt, betonte aber, dass die Entscheidung respektiert werde und bedankte sich für die vielen Jahre im Dienste der BürgerInnen und für die Allgemeinheit.

Für dieses Engagement wurde Herr Holder 2008 mit der Ehrennadel in Silber für über 20-jährige Tätigkeit und 2014 mit der Ehrennadel in Gold des Gemeindetages Baden Württemberg für 30-jährige Tätigkeit als Gemeinderat ausgezeichnet.

Um das 33-jährige Wirken zu verdeutlichen, stellt BM Burth einige Vergleiche an.

  • Unsere 3 jüngsten Mitglieder des GR waren damals 3  bzw. 4 Jahre alt
  • Wörter des Jahrs waren Waldsterben und saurer Regen
  • Ronald Reagan wurde als Präsident der USA wiedergewählt
  • Doppelt so lange GR als Helmut Kohl Bundeskanzler

In diesen 33 Jahren ist auch die politische Geschichte von Aulendorf zu erkennen, die Herr Holder in diesem Zeitraum mitgestaltete. 1984 war die Zielsetzung als Kurstadt / Bad anerkannt zu werden mit der Entscheidung für den Bau der Therme und der Energiezentrale. Begleitet von Reformen im Gesundheitswesen, die auch vor Aulendorf nicht Halt machten. Dann wurden die Zeiten auch finanziell immer schwieriger und kommunalpolitisch folgten turbulente Jahre. eine nicht einfache Zeit.

2002 bzw. 2004 Stand die Restrukturierung und Sanierung der Kliniken im Vordergrund, die den damaligen Gemeinderat sehr beschäftigte. Es waren komplexe Sachverhalte zu beurteilen und wichtige und weitreichende Entscheidungen zu treffen für die Klinikbetriebe und die Entwicklung der Stadt. Ab 2004 stand dann neben weiteren Themen der Verkauf der Kliniken auf der Tagesordnung. Dann die Übernahme der Betriebsführung und Trägerschaft des Altenheims durch die St. Elisabeth Stiftung, Haushaltssicherungskonzepte 2005 und 2008,Kauf der landwirtschaftlichen Grundstücke für eine aktive Wohn- und Gewerbepolitik, Aufarbeitung GPA Berichte, Klage gegen das Land, Bürgermeisterwechsel 2004 und 2008, Zusammenarbeit mit Amtsverweser Schaz, mit BM Lang, Heinzler, Dr. Eickhoff und Burth waren dies vier Bürgermeister und ein Amtsverweser, die Herr Holder erlebte, der Finanzhilfevertrag mit Umsetzung, Konsolidierung des Haushalts mit Einsparkonzept, ZVK Forderungen, Mietforderungen SES, Schuldiskussionen, Rechtstreit mit dem damaligen Betreiber der Schwabentherme und Insolvenz, Verkauf Energiezentrale, Ansiedlung von Carthago und Renaturierung Schussen, Anbau Grundschule um nur die wesentlichen Themen der Vergangenheit zu nennen.

Aber auch wichtige Themen für Zukunft konnten diskutiert und vorangebracht werden, wie die Umgestaltung/Sanierung der Poststraße mit Busbahnhof, viele Straßensanierungen, die Erneuerung der Kläranlage, die Baugebiete Josef-Rieck und Safranmoos, Wohnen am Stadtpark. Alles für die Stadt weitreichende und wichtige Aufgabenstellungen, die sehr viel Zeit beanspruchten.

Dabei war Herr Holder immer bereit auch Verantwortung zu übernehmen. In guten Zeiten, aber auch in schlechten. Neben diesen großen Themen mussten auch die Aufgaben einer „normalen“ GR-Tätigkeit, wie Bebauungspläne, Haushalte, Rechnungsergebnisse bearbeitet werden.

BM Burth würdigte das Engagement, dass Herr Holder neben seinem Beruf als Polizist, den familiären Verpflichtungen, der Tätigkeit in Vereinen und Parteien, welches Herr Holder im Gemeinderat stets sehr verantwortungsvoll und auch streitbar  wahrgenommen hat, wenn darauf ankam. Neben seiner Tätigkeit als Gemeinderat waren bzw. ist er noch weiterhin aktiv für die Stadt als Wanderführer und Ortvorsteher und bleibt Mitglied im Gutachterausschuss und als Vertreter der Stadt im Stiftungsrat der Bürgerstiftung, tätig.

BM Burth bedankte sich abschließend, im Namen der Bürger und Bürgerinnen, für die sachliche und konstruktive Zusammenarbeit, die immer offene und ehrliche Art. Und, dass auch bei unterschiedlicher Auffassung, immer die sachliche Diskussion und Auseinandersetzung im Vordergrund stand.

Weitere Abschiedsworte gab es von den Fraktionskollegen und ehemaligen Gemeinderatskollegen, in welchen ebenfalls Wehmut über das Ausscheiden, aber auch der Dank und die Anerkennung, sowie manche besondere Eigenart von Hartmut Holder anklangen.

Herr Holder erinnerte ebenfalls an die vielfältigen Themen der Vergangenheit und bewegte Zeiten zurück u.a. auch an die schwierige Rettung des baufälligen und dringend sanierungsbedürftigen Schlosses, den Bau der Klinik in der Schussenriederstraße, Bau der Therme und damit verbundene schlaflose Nächte. Dennoch galt der Dank auch den Bürgerinnen und Bürgern, die ihm diese Zeit und das Wirken zum Wohle der Stadt ermöglicht haben.

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