Wir möchten auf das verstärkte Auftreten zweier problematischer Pflanzenarten im Stadtgebiet hinweisen.
Entlang der Bahngleise auf Grundstücken der Deutschen Bahn, insbesondere im Bereich der Zollenreuter Straße sowie rund um Rugetsweiler, breitet sich derzeit das Jakobskreuzkraut verstärkt aus. Darüber hinaus wurde eine starke Ausbreitung des Japanischen Staudenknöterichs entlang des Krautlandweges festgestellt.
Jakobskreuzkraut – hochgiftig für Tiere und gesundheitsschädlich
Das Jakobskreuzkraut ist eine heimische Pflanze mit leuchtend gelben Blüten, enthält jedoch giftige Pyrrolizidinalkaloide.
Gefahren:
- Hochgiftig insbesondere für Pferde und Rinder
- Auch Schafe, Ziegen und andere Weidetiere können betroffen sein
- Die Giftstoffe bleiben auch im Heu und in der Silage erhalten
- Bei regelmäßigem Verzehr können schwere Leberschäden bis hin zum Tod auftreten
- Beim Entfernen sollten Handschuhe getragen werden, um Hautkontakt möglichst zu vermeiden
Gefahren für Menschen
Für Menschen besteht bei normalem Kontakt zum Jakobskreuzkraut keine akute Vergiftungsgefahr. Dennoch gilt:
- Die Pflanze enthält giftige Pyrrolizidinalkaloide, die bei regelmäßiger Aufnahme die Leber schädigen können.
- Ein versehentlicher Verzehr der Pflanze oder eine Aufnahme der Giftstoffe über verunreinigte Kräutertees oder Honig sollte vermieden werden.
- Beim Ausreißen oder Entfernen empfiehlt sich das Tragen von Handschuhen, da empfindliche Personen auf den Pflanzensaft mit Hautreizungen reagieren können.
- Kinder sollten darauf hingewiesen werden, die Pflanze nicht zu pflücken oder damit zu spielen.
Besonders kritisch ist die Pflanze auf oder in der Nähe von Wiesen und Weideflächen.
Japanischer Staudenknöterich – invasive Pflanzenart
Der Japanische Staudenknöterich zählt zu den invasiven Neophyten und breitet sich äußerst schnell aus.
Für Menschen ist der Japanische Staudenknöterich nicht giftig. Die Pflanze stellt vielmehr ein ökologisches Problem dar:
- Sie verdrängt heimische Pflanzenarten und verändert Lebensräume.
- Bereits kleinste Wurzel- oder Sprossstücke können neue Pflanzen bilden. Deshalb dürfen abgeschnittene Pflanzenteile keinesfalls in der Natur oder auf dem Kompost entsorgt werden.
- Die Bekämpfung sollte fachgerecht erfolgen, um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden.
Ein eigenmächtiges Mähen oder Verteilen von Pflanzenteilen kann die Ausbreitung zusätzlich fördern.
Bekämpfung bereits angelaufen
Der städtische Betriebshof hat in verschiedenen Bereichen bereits Maßnahmen zur Bekämpfung des Jakobskreuzkrauts und des Japanischen Staudenknöterichs durchgeführt.
Da beide Pflanzenarten sehr ausdauernd sind, werden erste sichtbare Erfolge voraussichtlich erst im kommenden Jahr zu erkennen sein. Die Bekämpfung erfolgt daher langfristig und über mehrere Vegetationsperioden.
Die Stadt Aulendorf bittet alle Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer, ihre Flächen regelmäßig zu kontrollieren und bei einem Befall möglichst frühzeitig geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Gemeinsam kann eine weitere Ausbreitung dieser problematischen Pflanzen eingedämmt werden.
