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Aulendorfer Fetzel

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Einladung Bürgerinformation am 24.10.2019

Bürgerinformation zur Stadtentwicklung Innenstadt Gestaltungs- und Erhaltungssatzung und Rahmenplanung

am Donnerstag, den 24. 10.2019 um 19 Uhr im Musiksaal der Schule am Schlosspark

Die Stadt Aulendorf bemüht sich die Innenstadt behutsam zu sanieren und schrittweise zu erneuern. Auf diesem Weg sind Erfolge sichtbar, jedoch auch einzelne Fehlentwicklungen erkennbar.

Aktuell besteht ein hoher Veränderungsdruck, insbesondere in den Innenstädten. Die Umsetzung von Neubauprojekten ist vor allem für Wohnnutzung derzeit wirtschaftlich attraktiv. Bei Neubauvorhaben wird größtmögliche Ausnutzung angestrebt, der städtebauliche Kontext wird nicht entsprechend berücksichtigt. Oft werden vorhandene Gebäude abgebrochen und wichtige prägende Elemente des Stadtbilds gehen damit unwiederbringlich verloren.

Die historisch gewachsene Innenstadt erhält ihre besondere Prägung maßgeblich durch die überlieferte Gestalt ihrer Bebauung. Bei der Sanierung historischer Bauten kommt es durch die Verwendung moderner Baustoffe und Techniken immer wieder zu einem Verlust des charakteristischen Aussehens eines Gebäudetyps. Schlimmstenfalls erscheint ein altes Gebäude nach der Sanierung wie ein Neubau. Damit hat nicht nur das Gebäude selbst seine historische Identität eingebüßt, auch das Stadtbild verliert einen prägenden Bestandteil.

Ziel der Stadtentwicklung ist es, die heterogene Ortsstruktur der Stadt Aulendorf zu einem besonderen Ort zu entwickeln. Die Erhaltung des überlieferten Stadtbildes der Stadt Aulendorf ist dabei eine Aufgabe von hoher kultureller Bedeutung. Das Stadtbild trägt wesentlich zur Identität der Stadt und damit auch zur Identifikation ihrer Bewohner und Besucher mit der Stadt bei.

Deshalb sollen klare Spielregeln für das Erhalten, Sanieren und Weiterbauen in der gesamten Innenstadt von Aulendorf aufgestellt werden. Für diesen Wandel im Umgang mit der Stadt und ihrer prägenden Strukturen gehört auch eine umfassende Information und Beteiligung der Bürgerschaft von Aulendorf, um Akzeptanz und Mitwirkungsbereitschaft zu ermöglichen.

Bis Mitte 2018 wurde als 1. Arbeitsstufe eine Stadtbildanalyse erarbeitet, die Eigenart und Besonderheiten der Stadtstruktur in der Innenstadt von Aulendorf dokumentiert. In der Innenstadt von Aulendorf sind noch zahlreiche stadtbildprägende Gebäude erhalten. Im Hinblick auf den Umgang mit diesen Gebäuden besteht großer Handlungsbedarf.

Um das historisch gewachsene Stadtbild von Aulendorf zu bewahren und qualitätvoll weiterzuentwickeln wurde auf der Grundlage der Stadtbildanalyse eine Erhaltungs- und Gestaltungssatzung für die Innenstadt von Aulendorf formuliert. Darin wird der Sanierung und Wiedernutzbarmachung bestehender Gebäude klaren Vorrang vor Abbruch und Neubebauung eingeräumt. Zahlreiche gelungene Beispiele zeugen davon, dass es möglich ist, im Umgang mit historischer Bausubstanz den Anforderungen an heutige Wohnbedürfnisse gerecht zu werden.

Mit der Erhaltungs- und Gestaltungssatzung soll der sorgsame Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz herausgearbeitet werden und insgesamt das Bewusstsein für die vorhandenen einzigartigen Werte der Innenstadt gestärkt werden.

Gestalterisches Ziel bei anstehenden Sanierungsmaßnahmen, aber auch bei Neubauten, muss es deshalb sein, den einzelnen Gebäuden ihre Eigenart zu bewahren oder diese (wieder) herzustellen.

Die Erhaltungs- und Gestaltungssatzung dient als Handbuch für die Bauherren und ihre planenden Architekten. Damit soll im Vorfeld der Baueingabeplanung die Abstimmung zwischen allen Beteiligten erleichtert werden.

Eine Rahmenplanung für die Innenstadt soll den Bezug zur Gesamtstadt herstellen und dabei den historischen Kernbereich der Stadt Aulendorf sichern sowie die besonderen vorhandenen Potenziale hervorheben (Topografie, Wohnqualität, Gestaltqualität, Baugeschichte und Identität) und umsichtige und kleinräumige Entwicklungsperspektiven der einzelnen Stadtquartiere aufzeigen.

Im Rahmenplan werden Aussagen und Planungsansätze verschiedener Fachbereiche, wie Wirtschaft und Verkehr, zusammengeführt und positive Perspektiven für die Investitionen für alle städtebaulichen Bereiche aufgezeigt. Die Erkenntnisse des ISEK Aulendorf 2025 mit konkreten Planungsperspektiven und Maßnahmen werden vertieft. Für die Stärkung der Innenstadt als Handels- und Dienstleistungszentrum mit öffentlichen Einrichtungen und als Wohnstandort ist eine intensive Betrachtung und Ableitung von konkreten Handlungsoptionen erforderlich.

Die Stärkung des öffentlichen Raums für Begegnung und Aufenthalt durch eine stadtverträgliche Verkehrserschließung, attraktive Parkierungs- und ÖPNV-Angebote und ein übersichtliches Leitsystem ist ein weiterer wichtiger Aufgabenschwerpunkt der Rahmenplanung.

Der Rahmenplan zeigt als informelles Planwerk die Entwicklung mit Grundsatzaussagen zu Nutzungen und zur Erschließung auf.

Für eine umfassende Steuerung der baulichen Entwicklung der Stadt Aulendorf, müssen auch Aussagen zur Kubatur der Gebäude, d.h. zur Gebäudehöhe und Zahl der Geschosse, der Dachform und  Dachneigung sowie zur überbaubaren Grundstücksfläche und zur Nutzung getroffen werden. Städtebaulicher Neuordnungskonzepte als Voraussetzung für Bebauungspläne sind erforderlich. Damit können bauplanungsrechtliche Festlegungen getroffen und qualifizierte Bebauungspläne für Teilbereiche der Innenstadt aufgestellt werden.

Weitere mögliche Instrumente zur Steuerung der Stadtentwicklung sind, z.B. der Einsatz eines mobilen Gestaltungsbeirats, ein Kommunales Förderprogramm sowie eine umfassende Beratung und Begleitung von Sanierungsmaßnahmen und Projektentwicklungen.

In der Veranstaltung wird über Prozess und Inhalt der Gestaltungs- und Erhaltungssatzung sowie der Rahmenplanung informiert und diskutiert. Das Büro für Stadtplanung und Architektur - FPZ Zeese wird die Informationen vermitteln. Verwaltung und Gemeinderäte nehmen an der Veranstaltung teil.