Freizeit & Tourismus
Parkanlagen
 
Minigolfanlage im Hofgarten

geöffnet von Mai - September

Öffnungszeiten:

Mo - Fr. von 14.00 - 18.30 Uhr

Samstag von 14.00 - 19.00 Uhr

Sonntag von 10.00 - 19.00 Uhr

Eintrittspreise:

Erwachsene 2,00 €

Kurgäste 1,50 €

Jugendl. bis 16 Jahren 1,50 €

Kinder bis 10 Jahren 1,00 €

Familienkarte 6,00 €

Gruppen ab 10 Pers. 1,00 €/p.Pers.

 

Kur-/Stadtpark

Das grüne Gewölbe Aulendorfs, so nennte einst ein Fotograf das gewaltige Laubdach, dass die Besucher des Kur- und Stadtparks umfängt. Bis diese riesige Hülle aus vielen nach Jahreszeit unterschiedlichen Farbtönen ihre heutige Gestalt erhielt, dauerte
es über 250 Jahre. Auch dieses Kleinod verdanken wir dem Wunsch
eines Grafen von Königsegg/Aulendorf, der seine Residenz mit
einem „Englischen Garten“ schmücken wollte, damit er mit seiner Familie und seinen Gästen darin lustwandeln konnte. Der Park
umfasst über 300 Bäume: Thuja, Eiche, Eibe, Esche, Fichte, Buche, Ulme, Lärche, Birke, Kiefer, Ahorn, Linde und andere Gehölze,
eine verschwenderische Fülle.

Im Gegensatz zum „Hofgarten“, der sich in „Französischem Stil“
streng abgezirkelt, elegant, mit gepflegtem Blumenschmuck
darbietet, gibt sich dieser „Englische Garten“ zurückhaltend,
ohne Blumen, natürlich und dennoch vornehm. Die teilweise
riesigen Bäume können sich frei entfaltet; die stufenartige
Anlage mit ihren wie zufällig eingestreuten Grünflächen bildet
eine harmonische, aber dennoch raffinierte Komposition, die
so natürlich wirkt, als ob sie zufällig entstanden wäre. Seit 1929,
als die Gemeinde den Park erwerben konnte, sind die Tore
dieses in Oberschwaben einmaligen Natur-Kunstwerks für
jedermann weit offen.

Der Park ist beliebtes Ziel für Kurgäste für Waldlauf, Walking
und Gymnastik.

 
Der Hofgarten
Im Gebäude Hofgarten/Kursaal/Säulenhalle befand sich früher die gräfliche Hofgärtnerei, die der Versorgung der Standesherrschaft diente. Der Bevölkerung blieb dieses kleine Paradies allerdings verschlossen; umso dankbarer genießen wir heute seinen Reiz.

Die Hofgärtnerei wurde angelegt, nachdem die Grafen von Königsegg ihren Wohnsitz nach Aulendorf verlegt hatten und dadurch allerlei Dienstleistungsbetriebe notwendig wurden, wie etwa die über 400
Jahre alte Herrenmühle oder die Brauerei, deren Sudhaus direkt an
die Hofgärtnerei angrenzte.

Die Gärtnerei umfasste neben Frühbeeten und Gewächshäusern eine große Orangerie, durch die ein von dem noch heute bestehenden Springbrunnen gespeistes Bächlein floss und für feuchte Luft sorgte.
Im Innern des Palmenhauses stand in Kübel gepflanzte Palme, Zitronen- und Orangenbäume, Gummibäume, Philodendren und viele andere exotische Pflanzen, die bei Bedarf zu Dekorationszwecken ins Schloss befördert wurden. Ein Teil davon wurde auch alljährlich im Frühjahr verkauft. Gärtner aus der ganzen Region, von Stuttgart bis nach Vorarlberg und der Schweiz trafen sich dazu im Hotel „Löwen“, damals Treffpunkt vieler Tagungen.

An das Palmenhaus grenzte ein normales Treibhaus an, in dem die Anzucht von Jungpflanzen für Gemüse und Blumen erfolgte. Auch
zu besonderen Anlässen wie Besuchen von Bischofs, anderer Adels-familien oder von Gästen aus Staat und Wirtschaft benötigte man Blumenschmuck.

Der Betrieb der Schlossgärtnerei wurde 1928 abrupt beendet,
die Standesherrschaft zog sich zurück nach Schloss Königsegg.

Heute bietet sich hier erneut ein kleines Paradies, sehr zur Freude
der Gäste aus Nah und Fern.

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