Spielzeugsammlung
In der ehemaligen Bibliothek im Erdgeschoß des Schlosses
wird die Spielzeugsammlung gezeigt.
Den ältesten Sammlungsteil bilden die Puppen, von denen einige
noch der Zeit des Barock angehören. Viele der historischen
Puppen stammen aus dem Besitz der bekannten Ludwigsburger Schriftstellerin
Tony Schumacher.
Künstlerisches Spielzeug aus Holz dokumentiert die Reformbewegung
vom Beginn unseres Jahrhunderts. Bau- und Experimentierkästen,
Dampfmaschinen und Antriebsmodelle repräsentieren den weiten
Bereich des technischen Lehrspielzeugs, das Kenntnisse der Naturwissenschaften
und der Technik vermitteln sollte.
Der umfangreichste Sammlungsteil ist jedoch das Eisenbahnspielzeug.
Die Ergzeugnisse der namhaften württembergischen Hersteller
setzen hier bsondere Akzente.
Kunst des Klassizismus
Das Schloß bietet einen idealen Rahmen für Kunstwerke
des Klassizismus, denn seine Repräsentationsräume, Treppenhaus,
Musiksalon, und Marmorsaal stammen aus dieser Zeit. Deren kühle
und elegante Atmosphäre ergibt sich aus den klaren Linien
und einer strengen, von der Antike geprägten Ornamentik.
Hierin zeigt sich der neue Geschmack.
Kulturdenkmal Schloß Aulendorf
Die über 800-jährige Geschichte von Schloß Aulendorf
spiegelt sich in höchst beeindruckender Weise in der Formen-
und Stilvielfalt des heutigen Baukomplexes wider. Die ältesten
überlieferten Bauteile der ursprünglichen Burganlage
reichen bis in das 12. Jahrhundert zurück. Nach dem 30jährigen
Krief wandelte sich das mittlerweile wehrhafte Schloss des 16.
Jahrhunderts zu einer barocken Residenz. Der krönende Abschluss
der baulichen Entwicklung von Schloss Aulendorf, das seine Vorbilder
in der zeitgenössischen Schlossarchitektur Frankreichs hatte,
bildete die Umgestaltung des Hauptgebäudes zu einem repräsentativen
Palais.
Schloß Aulendorf stellt aufgrund seines herausragenden und
augenfälligen baugeschichtlichen Quellenwertes und des hohen
künstlerischen Ranges seiner Einzelbauten ein Kulturdenkmal
von besonderer Bedeutung dar.
Ungeachtet dessen war die Erhaltung des Schlosskomplexes in
jüngster zeit in Frage gestellt. Eine nicht adäquate
Teilnutzung und unterlassende Bauunterhaltung führten zu
enormen Bauschäden. Eine besondere Gefahr ging vom Hausschwamm
aus, der sich innerhalb weniger Jahre fast in allen Gebäuden
ausbreitete. Teilweise war das konstruktive Gefüge bereits
so geschwächt, dass zur Sicherung der Substanz Absprießungen
erforderlich waren. In einigen Räumen stürzten Teile
der Stuckdecken zu Boden. Das gesamte, nahezu leerstehende innere
war verwahrlost. Alle Versuche, diesem Verfall entgegenzuwirken,
scheiterten an den finanziellen Möglichkeiten des damaligen
Denkmaleigentümers. Erst der Übergang der Liegenschaft
an das Land Baden-Württemberg im Jahre 1987 machte den Weg
frei für unaufschiebbare Rettungsmaßnahmen.
Da das Land keine unmittelbare Verwendungsmöglichkeit für
das Schloss sah, gründete es eigens dafür eine Auffanggesellschaft
und übertrug ihr sowohl die weitere Substanzsicherung als
auch die Suche nach einer denkmalgerechten Nutzung.
Ein adäquates Nutzungskonzept für den Schlosskomplex
Aulendorf konnte schließlich 1992 festgelegt werden. Es
gelang, die Stadtverwaltung zur Übernahme der beiden im Kern
mittelalterlichen Gebäude zu bewegen und in den Bauten des
Barock und des Frühklassizismus ein Zweigmuseum des Württembergischen
Landesmuseums einzurichten.
Ein weiteres aus dem 19. Jahrhundert stammendes Gebäude
nimmt den neuen Sitzungssaal für den Gemeinderat auf.
Mit dieser ungewöhnlichen Rettungsmaßnahme –
nur möglich durch das große finanzielle Engagement
des Landes Baden-Württemberg – wurde der Bestand dieses
bedeutenden Kulturdenkmals für künftige Generationen
gesichert.
Öffnungszeiten:
Mi.:– Fr von 13 – 17 Uhr
Sa./So./Feiertag von 10 – 17 Uhr
Geschlossen am 24.+25.12. / 31.12.+ Neujahr
05.02.2012 / Do., 16.02.2012 / So. 19.02.2012
Fr., 09.04.2012
Eintrittspreise:
Erwachsene 3,50 €uro
Ermäßigte 2,50 €uro
Familie 8,00 €uro
Gruppen ab 8 Pers. 2,50 €uro
Schulklassen 1,00 €uro
Kombipreis mit Bürgermuseum 4,00
€uro
Führungen auf Anmeldung 30,00 €uro (bis max.
30 Personen).
Auf Anfrage auch an Ruhetagen möglich
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